BaWü: Aufklärung oder Gender-Ideologie? (Warum ein homosexueller Blogger die berühmt-berüchtigte Petition unterschrieben hat)

von alexandreandhephaistion

BaWü: Aufklärung oder Gender-Ideologie? (Warum ein homosexueller Blogger die berühmt-berüchtigte Petition unterschrieben hat)

Dieser Blogger fasst gut die Argumente in Worte, warum mir der so umstrittene Bildungsplan(-Entwurf) immer schon dubios erschien, da er sich eher mit Sex-and-Gender-Ideologien (und allem, was dazu gehört) zu befassen schien als einfach einem Abbau von Homophobie. So gewollt und erzwungen gleichgeschlechtliche Beziehungen (und dazu noch Transsexualität, gegen die ich eh so meine Vorbehalte habe) in das Unterrichtsgeschehen einzugliedern, könnte auch nach hinten losgehen.

Ich empfinde das Ganze Getue und den „Kampf“ als hysterisch und überzogen. Lehrpläne/Curricula sind immer nur abstrakte Vorgaben auf geduldigem Papier gedruckt. Was die einzelne Schule/der einzelne Lehrer daraus macht, steht sowieso auf einem ganz anderen Blatt. Schon heute kann man als Lehrer geschickt in Fächern wie Deutsch oder Englisch auch gleichgeschlechtliche Liebe als alltäglich einfließen lassen, und sei es nur bei einer Lektüreauswahl, und kann sich bei protestierenden Eltern usw. auf den Erziehungsauftrag zur Toleranz berufen. (Wobei manche Eltern wegen *allem* protestieren können.) Es kommt auf die Schule, die Schüler, den Lehrer darauf an – aber das ist bei jedem Thema, bei dem es so verschiedene Anschauungen gibt, so. Und die Lehr-/Bildungspläne gehören sicher generell reformiert/entrümpelt. Hier in BaWü entsteht bei einigen sicher nicht zu Unrecht der Eindruck, es solle jetzt nur Homosexualität (und dann auch noch Transsexualität/anderes Sex-and-Gender-Gedöns, aber was genau?) überall hinzugefügt werden.

Effektiver und unkontroverser wäre es wohl, die Lehrerbildung auf solche Thematiken (aber nicht nur Homosexualität) und wie man sie besser behandelt, zu überarbeiten. Die dient ja leider (zumindest in Bayern) gerne mal überhaupt nicht der charakterlichen Bildung der lieben Vorbilder von morgen… Allerdings wird gleichgeschlechtliche Liebe zB in bayrischen Religionsschulbüchern überraschend gut behandelt. Auch im Ethik-Unterricht ist sie definitiv Thema bzw. kann ohne Probleme breiter thematisiert werden.

Eine allgemeine Verbesserung des Schulklimas steht und fällt nicht mit Bildungsplänen zu Homosexualität, sondern mit einer besseren Ausbildung, Supervision, und Förderung besserer Kommunikationskultur zwischen Lehrern und Schülern und dem Kollegium an sich – allerdings nicht durch das Aufdrängen von feministischem PC-Zwang.

Wie sieht es damit aus, dass der Unterricht bzw. auch Lehrerinnen oft tendenziell männer-/jungsfeindlich oder nicht männer/jungsgerecht ausgerichtet sind? Oder das Lehrer oft sehr schlechte Vorbilder für Männlichkeit sind, aber dafür auch ausgebildet werden müssten?

Dieser Bildungsplan erscheint einem zumindest in der Berichterstattung von Queer.de als ein aufgebauschter Sturm im Wasserglas, natürlich auch für die „Gegner“, die ihre Sendungsfanatik irgendwie immer irgendwo auslassen müssen. Siehe vorher Kopftuchthematik an Schulen, Kruzifixe, bla bla bla.

Wir leben leider mehr und mehr in einer Gesellschaft dünnhäutiger/weltfremder Larmoyanz und Hysterie.

Und es ist ein Fakt: Die Schule ist nicht das Elternhaus.

Und mir schwant, dass nach diesem Bildungsplan das Klischeebild der Schwuchtel gerne auch noch im Unterricht zementiert wird, wenn ich mir vorstelle, aus welcher Ecke er so kommt – inklusive vielleicht sogar von den obskuren „Entstehungstheorien“ oder Szene-Ansichten/Gepflogenheiten. Wer als Heterosexueller (aber auch als Homosexueller!) Artikel auf queer.de und so einige der krassen Kommentare dort, die gerne auch mal politisch/anti-moralisch/anti-religiös radikal sind, liest, denkt sich eh, homosexuelle Menschen, insbesondere die Männer, sind allesamt durchgeknallte, zickige und ewig lästernde Schwuchteln. Jetzt mal ganz platt und pauschal gesagt, ich weiß, aber in der Kürze liegt die Würze ;o).

 

 

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