Nach dem Schlaganfall reif für den Psychologen? Nein, er ist ja jetzt schwul…

von alexandreandhephaistion

imagehttp://www.sueddeutsche.de/leben/homosexuell-nach-schlaganfall-ploetzlich-schwul-1.1982995

Ein junger, bodenstäniger Waliser wird nach einem Schlaganfall zur tuntigen, Botox spritzenden Abziehbild-Schwuchtel per excellenze – und Die Süddeutsche berichtet (siehe Link oben und Bild links).

Es ist ein Armutszeugnis für die ach so vielgepriesene Toleranz und Offenheit, wenn hier geschrieben wird, er sei nun halt homosexuell geworden, und damit hats sich. Ja, genau, und wenn sich eine Frau die Haare blond färbt, wird sie dumm. Oder wenn jemand zum jüdischen Glauben konvertiert, wird er geizig.

In Wirklichkeit halte ich die Vorliebe für das eigene Geschlecht nur für eine Randerscheinung des Wandels des jungen Mannes, der ja jetzt alle männlichen Selbsthasser/Männlichkeitshasser-Ticks, wie sie beispielsweise Missbrauchsopfer oder Traumatisierte zeigen, breit auslebt, die in unserer ‚modernen‘ Berichterstattung gerne mal homosexuellen Männer pauschal zugeschrieben werden. Der junge Mann arbeitet nun als Friseur, trägt schrill-feminine Kleidung, die perfekt sitzen und sein muss wie auch das weitere schräge, asexuell-feminine Styling, inklusive dem Botox, natürlich, das nun sein Gesicht entstellt, neben anderen ‚Beauty-Produkten‘, nehme ich an. Die Mutter des jungen Mann kann ihn jetzt nicht mehr leiden. Wäre er einfach derselbe, nur halt jetzt mit einem Freund, wäre dem wohl nicht so.

Eigentlich kann ich mir vorstellen, dass hier irgendetwas Verschüttetes aus seiner Vergangenheit nun wach wurde, das mit dem Wunsch nach einem anderen Mann an seiner Seite wohl kaum etwas zu tun hat. Eher scheint hier ja ein Wechsel von hetersexuell und männlich auf heterosexuell und weiblich stattgefunden zu haben. Auch die anderen Fälle, die die Reportage kurz streift, lesen sich nach unterdrückten oder verschütteten Wünschen und Talenten, die nun befreit wurden – allerdings zur persönlichen Bereicherung und Entfaltung, nicht wie hier zum Ausleben von seelischem Schmerz, vielleicht wirklich durch unterdrückte eigengeschlechtliche Präferenz, verbunden mit Selbstablehnung durch verinnertlichte Negativbilder? Oder geht es einfach generell um die Ablehnung von (seinem Bild von) Männlichkeit, die der junge heterosexuelle Mann nun praktiziert, indem er zur schwulen Klon-Tunte mutiert?

Ein Artikel, der Mr. Rahman als Experten heranzitiert, ist weiterhin ebenso glaubhaft wie ein Text, der Erich von Däniken als Wissenschaftler anführt. Der erwähnte ‚Forscher‘ zählt zu jener Riege von ansonsten nicht bemerkenswerten Möchtegern-Wissenschaftlern, die aus Geltungsdrang auf ein modisches Thema aufspringen und in Dr.-Mengelscher-Manier ihre eigenen homophoben Klischees oder die ihrer Umgebung breittreten, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Das übliche Geschwätz von femininen Gehirnen, Hormonspiegeln etc. fällt bei genauerer Betrachtung wie ein Kartenhaus zusammen und beruft sich meistens auf Fremdstudien, die aus Desinteresse von den Forschern nicht kritisch überprüft oder mit anderen Wissenschaften hinterfragt werden. Hauptsache, wir können homosexuelle Männer als eine eigene, feminine ‚Rasse‘ stigmatisieren und pathologisieren. Früher machte man das beispielsweise mit den Juden.  Und auch mit homosexuellen Menschen.

Nur, heute vergast man diese Minderheiten nicht mehr, man propagiert halt einfach, sie seien im Grunde genommen abnormal und defekt. Aber wir sind tolerant, also ist das OK. Und Conchita Wurst kreischt glücklich ihren Senf dazu.

Und Goebbels lächelt glücklich über unseren heutigen Propaganda-Apparat.  Der funktioniert nämlich gerne mal besser, als er sich das wohl jemals zu erträumen gewagt hätte.

 

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